Bastelecke

 

Auf dieser Seite werden einige von mir gebaute Zubehörteile vorgestellt. Diese sind mit einfachen, preisgünstigen Mitteln nachzubauen, jedoch als fertiges Zubehör im Laden recht teuer sind. Na dann mal los!

Für hier vorgestellte Modifikationen kann ich keine Verantwortung übernehmen.

Blitzschirm

Lichtzelt

Aufhellreflektor

Blitzschiene

Reissack

Modifikation TC-14E, TC-17E und TC-20E

Bau einer Makroblitzschiene für entfesseltes Blitzen


Blitzschirm

 

Benötigte Materialien: Regenschirm mit Metallstange, Alufolie, Schraube M 6 x 60, Flügelmutter M6, Alleskleber, Lötmaterialien zum Weichlöten.

Anfertigung: Zunächst wird die gesamte Innenseite des Regenschirms mit der, vorher etwas zerknüllten und dann wieder ausgebreiteten, Alufolie beklebt. Der Handgriff des Schirms wird entfernt. An den metallenen Stock der Schirms wird dann die Schraube angelötet.

Anwendung: Der Blitz wird mittels Blitzkabel mit der Kamera verbunden und auf einem Stativ montiert. Ideal ist hierzu ein Stativ mit abschraubbarem Handgriff. Nach Entfernen des Griffes wird die Schraube des Schirms durch die Öffnung gesteckt und mittels Flügelmutter befestigt. Nach Ausrichten des Blitzgerätes, möglichst auf die Mitte des Reflektors, können die Aufnahmen beginnen. Der reflektierte Blitz ist sehr weich und natürlich. Viele Portraitaufnahmen meiner Galerie entstanden mit einem selbstgebauten Blitzschirm.

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Lichtzelt

 

Benötigte Materialien: Grillschale aus Aluminium

Anfertigung: Die Grillschale so biegen, daß an einer Seite eine Öffnung für das Blitzgerät bleibt. An der Oberseite wird eine Öffnung in die Schale geschnitten, die dem Durchmesser des verwendeten Objektives entspricht.

Anwendung: Beim Fotografieren von Kleinteilen besteht oft ein Problem bei der gleichmäßigen Ausleuchtung des Objektes. Das Objekt wird in die Mitte der Grillschale gelegt. Das Blitzgerät wird mit einem Blitzkabel (TTL-Kabel) an die Kamera angeschlossen. Die Kamera selbst steht auf einem Stativ. Das Blitzgerät wird in die hierfür vorgesehene Öffnung unter das Lichtzelt gelegt. Wenn möglich sollte der Reflektor auf maximalen Weitwinkelbereich eingestellt werden bzw. eine Streuscheibe benutzt werden. Die Kamera wird nun so positioniert, daß das Objektiv genau durch die hierfür vorgesehene Öffnung in das Innere des Lichtzeltes blickt. Bei der Aufnahme wird nun von allen Seiten des Lichtzeltes der Blitz reflektiert und eine gleichmäßige Ausleuchtung sichergestellt.

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Aufhellreflektor

 

Benötigte Materialien: Styroporplatte, Aluminiumfolie, Goldfolie, Alleskleber

Anfertigung: Die Alu- und die Goldfolie etwas zerknüllen und danach wieder ausbreiten. Eine Seite der Styroporplatte mit Alufolie, die andere mit Goldfolie bekleben.

Anwendung: Beim Fotografieren wird der fertige Reflektor nun von einer Hilfsperson so gehalten, dass das von ihm reflektierte Licht die Schattenpartien des Objektes aufhellt. Der Reflektor kann durchaus den Aufhellblitz ersetzen. Außerdem ist man so nicht auf die Blitzsynchronzeit angewiesen. Die goldene Seite benutzt man um besonders warme Lichtstimmungen zu erzeugen, die silberne Seite für grelleres, weißes Licht.

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Blitzschiene

 

Benötigte Materialien: Aluminiumschiene ca. 15 cm lang, 2,5 cm breit und 5 mm stark und 2 Stativschrauben

Anfertigung: 1,5 cm von den beiden Enden wird eine Bohrung, minimal kleiner als der Durchmesser der Stativschraube, mittig in das Blech eingebracht. Nun werden lediglich die beiden Stativschrauben durch das weiche Aluminium gedreht und die Blitzschiene ist fertig.  

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Reissack

 

Benötigte Materialien: 1/2 qm Stoff (möglichst mit rauher Oberfläche), Reis

Anfertigung: Den Stoff zu einem Kissen nähen und mit Reis füllen. Die Größe hängt von den verwendeten Objektiven ab. 

Noch einfacher geht es mit einem Stofftragebeutel: Einfach mit Reis füllen und zunähen, Schlaufen zum Tragen sind ja auch schon dran.

Für bodennahes Arbeiten hat man nun ein hervorragendes Stativ zur Hand.

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Modifikation der Nikon Telekonverter TC-14E, TC-17E und TC-20E

 

Nikon fertigt die oben genannten AF-I/AF-S Telekonverter mit der sogenannten "Marketingnase". Diese verhindert, daß diese Konverter mit nicht AF-I/S Optiken eingesetzt werden. Sie verhindert auch ein Zusammenschließen von zwei Konvertern. Nach Entfernung der Nase können diese Telekonverter auch an, mechanisch geeigneten, nicht AF-I/S Objektiven angeschlossen werden. 

Benötigte Materialien: Kreuzschlitzschraubendreher, Schlüsselfeile (rund oder halbrund)

Anfertigung: Zunächst sind die auf dem Bild mit weißen Pfeilen gekennzeichneten Schrauben zu entfernen. Diese sind sehr fest und müssen mit einem geeigneten Kreuzschlitz gelöst werden. Am besten verwendet man einen Schraubendreher mit Knebel um die Kraft besser übertragen zu können. Dann kann der Bajonettring abgenommen werden. Hier wird nun mit einer feinen Schlüsselfeile die mit dem roten Pfeil gekennzeichnete Nase bündig zum Innendurchmesser des Ringes entfernt.

Foto Dirk Vorbusch

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Makroblitzschiene für entfesseltes Blitzen

 

Benötigte Materialien: Aluschiene, flexibler Kühlmittelschlauch (aus dem Werkzeughandel, 4 Elemente), Gummi 1oder 2 mm stark, 5 Stativschrauben (hiervon 3 auch mit Innengewinde), 2 Muttern 1/4", Uhu endfest, Systemzubehör (Blitzkabel, Blitzschuhe), div. Werkzeuge (Bohrer, Feile usw.)

Als ich meinen Ringblitz Nikon SB-29 verkaufte (funktioniert an Nikon D-SLR`s nicht mit TTL), stellte sich die Frage nach einer geeigneten Alternative. Da ich zwei Systemblitze zur Verfügung hatte, überlegte ich mir eine Lösung mit einer Blitzschiene. Zunächst möchte ich ein Foto der aufgebauten Anlage zeigen.

Deutlich zu erkennen sind die blauen "Schwanenhälse", welche aus flexiblen Kühlmittelschläuchen (zusammensteckbare Kunststoffelemente) bestehen. Ich benutze 2 Elemente je Schwanenhals. Durch ihren Bewegungsradius können die Blitze beliebig ausgerichtet werden. An der Unterseite wird ein 1/4" Muttergewinde eingeklebt, an der Oberseite eine 1/4" Schraube. Mit UHU endfest wird die Verklebung dauerhaft und belastbar. In die Schraube an der Oberseite werden später die Blitzfüße geschraubt.

Der Grundträger besteht aus einer Aluminiumschiene, welche mit Gummi beklebt wurde. Mit dieser Maßnahme wird die Schiene griffiger und ist nach Anziehen der Stativschraube perfekt kraftschlüssig mit dem Kameraboden verbunden. Außer in der Mitte sind zur Befestigung der Schwanenhälse auch in die Enden der Schiene Bohrungen eingebracht. Nach dem Durchstecken der Stativschrauben werden diese mit Sprengringen gegen Hinausfallen gesichert.

Als Blitze eignen sich auch Modelle mit kleiner Leitzahl, sie sind aufgrund ihres geringeren Gewichtes sogar besser geeignet.

Falls man ein Makroobjektiv ohne Stativschelle benutzt, sollte die Stativschraube, welche für die Schiene-Kameraverbindung genutzt wird, zusätzlich an der Unterseite ein Innengewinde besitzen. Mit diesem wird die ganze Einheit mit dem Stativ verbunden.

Fotos Dirk Vorbusch

Für die beiden Aufnahmen dürfte ich das Studio von Achim Winkler benutzen. Hierfür bedanke ich mich.

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